Tränenreiche
Die Tränenreiche erstrecken sich entlang des Nordufers des Tränenflusses und werden von fruchtbaren Flusslandschaften, Buchten, Sümpfen und offenen Ebenen geprägt. Zahlreiche Nebenarme, Kanäle und der Marvein schaffen wasserreiche Gebiete mit fruchtbaren Böden, auf denen Getreide, Obst, Gemüse und andere Nutzpflanzen gedeihen. In den Feuchtgebieten wachsen Lotus, Wasserkastanien, Schilf und weitere Wasserpflanzen, während Wasservögel, Fische, Amphibien und Reptilien die Ufer und Sümpfe bevölkern. Der Tränenfluss verbindet die Reiche miteinander, versorgt ihre Bevölkerung und macht ihre Häfen zu bedeutenden Handelszentren.
Bravonn
Bravonn ist das südlichste der Tränenreiche und eine der größten Handelsstädte Kordaths. Die Stadt liegt an der tropfenförmigen Tränenbucht und wird seit sieben Jahren von drei Triarchen gemeinsam beherrscht. Handel, Handwerk, Schiffbau und ein reger Hafenverkehr prägen das Leben, während Intrigen und Machtkämpfe die Politik bestimmen. Die drei Triarchen stützen ihre Macht auf Söldner, Piraterie, Handel und weitreichende politische Verbindungen. Bravonn ist reich, kulturell vielfältig und zugleich chaotisch, während hohe Zölle immer wieder Streit mit den nördlichen Nachbarreichen verursachen.
Carvago
Carvago ist das vierte Tränenreich und bekannt für seine Universität sowie seine intensive Forschung in Alchemie und Magie. Fürstin Salvia Tevra widmet sich vor allem ihrer Forschung, während ihr Gemahl Lemodo das Reich gemeinsam mit einem Gelehrtenrat verwaltet. Wissenschaft, Philosophie, Geschichte, Astronomie und Theologie genießen hohes Ansehen. Der Wohlstand Carvagos beruht auch auf Kolonien und Sklavenarbeit, wobei Sklaven häufig für gefährliche Experimente missbraucht werden. Trotz moralischer Skrupellosigkeit gilt das Reich als stabil und zieht zahlreiche Gelehrte und wohlhabende Förderer an.
Dunkelmoor und Ventaria
Dunkelmoor und Ventaria sind zwei kleine Tränenreiche am Marvein, deren Wirtschaft stark von Fluss, Moor und Grasmeer geprägt ist. Beide betreiben Sklaverei und jagen ihre Sklaven vor allem im Drachenkamm, in Syrmora und im Grasmeer. Dunkelmoor lebt von Viehzucht, Wasserkastanien und wertvollem Lotus, während seine Fürstin eine theokratische Herrschaft anstrebt und Carvago bekämpft. Ventaria verdient an Prospektoren, Heilkräutern, Pilzen, Handel und dem neuen Goldrausch im Norden. Militärisch sind beide Reiche schwach und besonders häufig von Sklavenaufständen und Fluchten betroffen.
Serastra
Serastra ist das nördlichste und eines der reichsten Tränenreiche. Edelstein- und Marmorabbau, Handel, Landwirtschaft, Glücksspiel und Zölle bilden die Grundlage seines Wohlstands. Die prächtige Kanalstadt ist für Maskenbälle, Turniere, Casinos und ihre aufwendige Baukunst bekannt. Politisch wird Serastra von Fürst Marvonar Sarex und einem käuflichen Rat beherrscht, wobei Intrigen, Diplomatie und Geld wichtiger sind als militärische Stärke. Als einziges Tränenreich hat Serastra die Sklaverei abgeschafft und pflegt dadurch gute Beziehungen zu mehreren Nachbarreichen.
Velmura und Genopa
Velmura und Genopa sind rivalisierende Tränenreiche, die ständig um Land, Ressourcen und den Ruf der besten Krieger konkurrieren. Beide sind für ihre Söldner und Kampfschulen bekannt, behandeln ihre gegenseitigen Kriege jedoch nach festen Regeln, die Zivilisten und gefangene Kämpfer schützen. Velmura wird von der kämpferischen Fürstin Delenore regiert, Genopa vom wohlhabenden Fürsten Estero Kanulli, der eine bedeutende Kriegerschule betreibt. In beiden Reichen genießen Kriegerfamilien hohes Ansehen und fast alle Bewohner lernen den Umgang mit Waffen. Sklaverei existiert weiterhin, wenn auch in geringerem Ausmaß als in den südlicheren Tränenreichen.